Cube begegnet einem überall – aber wer steckt wirklich hinter dem würfelförmigen Logo? Wir haben die Geschichte, die Produktion und die Menschen hinter der Marke unter die Lupe genommen.

Gründungsjahr: 1993 · Gründer: Marcus Pürner · Hauptsitz: Waldershof, Deutschland · Produktion: Deutschland und Tschechien

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • 1993: Gründung als Slick Rock, noch im selben Jahr Umbenennung in Cube (Wikipedia (deutsche Enzyklopädie))
  • 2021: Rückkehr in die UCI World Tour als Teamausrüster (Wikipedia (deutsche Enzyklopädie))
4Wie es weitergeht

Sechs zentrale Fakten auf einen Blick:

Merkmal Wert
Markenname Cube
Gründungsjahr 1993
Gründer Marcus Pürner
Hauptsitz Waldershof, Bayern
Produktionsstandorte Waldershof (DE) und Cheb (CZ)
Bekannteste Modelle Stereo, Reaction, Acid, Ellypse

Ist Cube eine Billigmarke?

Was macht eine Billigmarke aus?

Billigmarken sparen meist an Material, Verarbeitung und Service. Sie locken mit Niedrigpreisen, aber die Haltbarkeit leidet. Cube verfolgt einen anderen Ansatz: Die Fahrräder decken Preissegmente ab, die von günstigen Einstiegsmodellen (um 500 Euro) bis zu Premium-Bikes über 5.000 Euro reichen. Laut BIKE-Magazin (Fachmagazin für Mountainbikes) setzt Cube auf eine Mischung aus eigener Entwicklung, lokaler Endmontage und zugekauften Komponenten aus Asien – eine typische Strategie auch bei Marken wie Trek oder Specialized.

Wie positioniert sich Cube preislich?

Ein Blick auf die aktuellen Modellreihen zeigt eine breite Spanne. Das günstigste Hardtail-Mountainbike “Cube Aim” startet bei etwa 600 Euro, während das Top-E-MTB “Cube Stereo Hybrid” über 8.000 Euro kostet. Damit konkurriert Cube direkt mit etablierten Herstellern – nicht im Preiskampf, sondern über das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Widerspruch

Cube produziert über eine Million Fahrräder jährlich – eine Zahl, die man mit reiner Billigware kaum erreicht, weil die Kunden bei Schrottmarken nicht wiederkommen. Die Wiederholungskäufe zeigen: Die Qualität muss stimmen.

Das Fazit: Cube ist keine Billigmarke im negativen Sinne, sondern ein Massenhersteller mit starkem Preis-Leistungs-Fokus, der sowohl Sparfüchse als auch Enthusiasten bedient.

Welcher Hersteller steckt hinter Cube?

Ist Cube ein eigenständiger Hersteller?

Ja – Cube ist bis heute ein unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen. Es gehört weder zu einem Großkonzern noch zu einer Holding. Gegründet wurde es von Marcus Pürner, der es auch heute noch führt. BIKE-Magazin (Fachmagazin für Mountainbikes) bestätigt: „Das Unternehmen ist bis heute inhabergeführt.“ Das bedeutet: Entscheidungen fallen schnell, Gewinne bleiben im Haus, und die Marke kann langfristig denken.

Gibt es eine Muttergesellschaft?

Nein. Es gibt keine bekannte Muttergesellschaft oder konzernmäßige Verflechtung. Cube ist eine mit Sitz in Waldershof (Oberpfalz). Die Eigentümerstruktur ist transparent: Marcus Pürner hält die Anteile. Externe Investoren sind nicht beteiligt, was in der Fahrradbranche selten geworden ist.

Die Konsequenz: Für Händler und Kunden bedeutet das eine verlässliche Partnerschaft – kein Risiko plötzlicher Übernahmen oder Strategiewechsel.

Wie hieß Cube früher?

Warum hieß Cube ursprünglich Slick Rock?

Die Gründungsgeschichte ist kurios: 1992 investierten Marcus Pürner und sein damaliger Geschäftspartner 40.000 D-Mark in einen Container mit 160 preiswerten Mountainbikes aus Asien. BIKE-Magazin (Fachmagazin für Mountainbikes) berichtet, dass die ersten Modelle unter dem Namen “Slick Rock” verkauft wurden – eine Anspielung auf glatte Felsen, damals ein Trendbegriff im Mountainbike-Sport.

Wann erfolgte die Umbenennung?

Noch im Gründungsjahr 1993 kam der Name “Slick Rock” in rechtliche Schwierigkeiten. Eine andere Marke hatte offenbar ähnliche Rechte. Also zogen die Gründer schnell die Notbremse und tauften die Firma in “Cube” um – simpel, einprägsam, international.

Was das bedeutet

Der Name Cube ist also kein durchdachtes Branding, sondern ein pragmatischer Schnellschuss – der sich als Glücksgriff erwies. Heute ist das Würfellogo weltweit bekannt.

Der Trade-off: Die Namensänderung kostete Geld und Aufwand, aber sie rettete das junge Unternehmen vor einem Rechtsstreit – eine Lektion für jeden Gründer: Flexibilität zahlt sich aus.

Wo lässt Cube fertigen?

Hat Cube eigene Werke?

Ja – und zwar gleich mehrere. Das Herzstück ist die Endmontage in Waldershof, wo über 600 Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb bis zu 4.000 Fahrräder pro Tag fertigen. BIKE-Magazin (Fachmagazin für Mountainbikes) besichtigte das Werk und beschreibt eine hochmoderne Halle auf dem 55.000 Quadratmeter großen Logistikzentrum. Hinzu kommt ein zweiter Standort im tschechischen Cheb (CTPark), der 2023 erweitert wurde. Die Rahmen und viele Komponenten werden jedoch in Asien gefertigt – bei Zulieferern wie FSA in Taiwan.

Wo in Tschechien wird produziert?

In Cheb, direkt an der deutsch-tschechischen Grenze, nur 40 Kilometer von Waldershof entfernt. Das Werk dient als flexible Produktionserweiterung, um Spitzenlasten abzufedern und die Lieferfähigkeit zu sichern. Die Qualitätskontrolle erfolgt streng nach deutschen Standards.

Die Realität: Cube ist kein “Made in Germany”-Purist – aber die Endmontage und Qualitätssicherung bleiben in deutscher Hand. Die Lieferkette ist global, die Kontrolle lokal.

Wem gehört die Firma Cube?

Ist Cube ein Familienunternehmen?

Ja – Cube wird von Marcus Pürner als Alleineigentümer geführt. Es gibt keine Anzeichen für einen Börsengang oder den Einstieg von Finanzinvestoren. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet nach Branchenschätzungen einen dreistelligen Millionenumsatz – genaue Zahlen werden nicht veröffentlicht. BIKE-Magazin (Fachmagazin für Mountainbikes) hebt hervor, dass die Inhaberstruktur Stabilität und Unabhängigkeit garantiert.

Wer ist Marcus Pürner?

Marcus Pürner ist Gründer und Geschäftsführer. Er begann 1992 mit einer kleinen Investition und baute Cube über drei Jahrzehnte zu einer der bekanntesten deutschen Fahrradmarken auf. Öffentliche Auftritte sind selten – er gilt als zurückhaltender Unternehmer, der lieber an der Entwicklung feilt als auf Podesten steht.

Achtung, Mythos

Im Netz kursiert immer wieder das Gerücht, Cube sei in chinesischer Hand. Falsch – der Besitzer heißt Marcus Pürner, die Firma sitzt in der Oberpfalz. Kein Investor, kein Staatsfonds.

Für wen das zählt: Händler und Kunden, denen Markenunabhängigkeit wichtig ist, können bei Cube auf klare Verhältnisse vertrauen. Ein Familienunternehmen dieser Größe hat selten den Druck kurzfristiger Renditeziele.

Zeitleiste: Der Weg von Slick Rock zur Kultmarke

  • 1992 – Marcus Pürner und Partner investieren 40.000 DM in 160 Mountainbikes aus Asien (BIKE-Magazin)
  • 1993 – Gründung als Slick Rock, noch im selben Jahr Umbenennung in Cube (Wikipedia)
  • 2002 – Erste große Produktionsstätte in Waldershof (BIKE-Magazin)
  • 2016 – Neues Logistikzentrum mit 55.000 m² in Waldershof (BIKE-Magazin)
  • 2017/2018 – Ausrüster des Teams Wanty-Groupe Gobert bei der Tour de France (Wikipedia)
  • 2021 – Rückkehr in die UCI World Tour mit Intermarché-Wanty-Gobert (Wikipedia)
  • 2023 – Erweiterung der Produktion in Cheb, Tschechien (BIKE-Magazin)

Was ist gesichert – und was nicht?

Bestätigte Fakten

  • Gründungsjahr 1993, Gründer Marcus Pürner (Wikipedia)
  • Hauptsitz Waldershof, Produktion in DE und CZ (BIKE-Magazin)
  • Früherer Name Slick Rock (Wikipedia)
  • Inhabergeführt, keine Muttergesellschaft (BIKE-Magazin)

Was unklar bleibt

  • Exakte Jahresproduktion (nur Eigenangabe “über eine Million”)
  • Umsatz- und (nicht veröffentlicht)
  • Konkrete Zukunftsstrategie für einzelne Modellreihen
  • Anteil der asiatischen Fertigung am Gesamtvolumen
  • Über 600 Mitarbeiter im Werk Waldershof
  • Ausrüster bei der Tour de France 2017/2018 und World Tour 2021

Stimmen aus der Branche

“Cube kann bis zu 4000 Modelle pro Tag fertigen – das ist eine industrielle Dimension, die man sonst nur von großen Autobauern kennt.”

– BIKE-Magazin (Fachmagazin für Mountainbikes) nach Werksbesuch

“Die Gründungsgeschichte begann mit einem Container voller Räder – eine ungewöhnliche Basis für eine der erfolgreichsten deutschen Fahrradmarken.”

– Wikipedia (deutsche Enzyklopädie)

Fazit: Was die Cube-Geschichte für Käufer bedeutet

Cube ist das Paradebeispiel einer deutschen Erfolgsmarke, die aus einem Container voller Räder entstand und heute eine Million Bikes pro Jahr bewegt. Die Kombination aus günstiger Fertigung in Asien, eigener Montage in Deutschland und klugem Marketing hat eine Marke geschaffen, die niemanden ausschließt – weder den Gelegenheitsfahrer noch den Rennsportler. Für Käufer in Deutschland und Europa ist die Entscheidung klar: Cube bietet verlässliche Qualität zu fairen Preisen, ohne dass man sich für eine anonyme Billigmarke schämen müsste. Wer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, liegt bei Cube richtig – der Kompromiss liegt im Verzicht auf exklusive Handarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Sind Cube-Fahrräder gut?

Ja – Cube gilt als zuverlässige Marke mit guter Verarbeitung und einem breiten Service-Netz. Die Qualität wird in Tests regelmäßig als solide bewertet.

Wo kann ich Cube-Fahrräder kaufen?

Cube ist über zahlreiche Fahrradhändler in ganz Europa sowie online erhältlich. Offizielle Händler findest du auf der Cube-Website.

Welche Garantie bietet Cube?

Cube gewährt in der Regel 5 Jahre Garantie auf Rahmen (je nach Modell). Für Komponenten gelten die Garantien der jeweiligen Hersteller.

Was ist das teuerste Cube-Modell?

Das teuerste Serienmodell ist das Cube Stereo Hybrid 160 SLX 750 – ein vollgefedertes E-Mountainbike mit einem Preis von rund 8.500 Euro.

Gibt es Cube-Rennräder?

Ja – Cube bietet Rennradmodelle wie das Cube Attain und das Cube Litening an, die auch im Renneinsatz getestet sind.

Stellt Cube auch E-Bikes her?

Ja – E-Bikes machen einen wachsenden Anteil des Portfolios aus, von City-E-Bikes bis zu vollgefederten E-Mountainbikes.

Wie lange gibt es Cube schon?

Cube wurde 1993 gegründet – das sind über 30 Jahre Markengeschichte.

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