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OneDrive: Funktionen, Kosten, Sicherheit und Vergleich

George Thomas Thompson Bennett • 2026-06-30 • Gepruft von Elias Hoffmann

Kaum ein Cloud-Dienst sitzt so tief im Windows-Alltag wie OneDrive. Wer einen Microsoft-Account hat, bekommt den Speicher quasi mitgeliefert – aber was taugt er wirklich, besonders im Vergleich zu iCloud? Dieser Artikel zeigt, wo OneDrive glänzt, wo es hakt und ob Ihre Daten dort sicher sind.

Aktive Nutzer weltweit: Über 300 Millionen · Kostenloser Speicher: 5 GB · Integration: Microsoft 365, Windows, Office · Verfügbare Plattformen: Windows, macOS, Android, iOS, Web

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Zukünftige Änderungen der Datenschutzpolitik
  • Preise nach 2025
  • Auswirkungen der KI-Integration auf den Datenschutz
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Weitere KI-Integration erwartet (Microsoft (Produktstrategie))
  • Fortlaufende Investitionen von Microsoft (Microsoft (Produktstrategie))
  • Keine Einstellung geplant (Microsoft (Produktstrategie))

Die wichtigsten technischen Daten und Fakten zu OneDrive im Überblick:

Eigenschaft Details
Entwickler Microsoft
Einführungsjahr 2007 (als SkyDrive)
Aktuelle Version OneDrive (2024)
Kostenloser Speicher 5 GB
Maximaler Speicher (Bezahlung) 6 TB (Microsoft 365 Family)
Sprachen 60+ Sprachen (auch Deutsch)

Was ist OneDrive?

Funktionen und Vorteile

OneDrive ist der Cloud-Speicherdienst von Microsoft. Er ermöglicht es, Dateien auf mehreren Geräten zu synchronisieren und von überall darauf zuzugreifen. Die Grundlage bildet ein persönliches Microsoft-Konto, das automatisch 5 GB kostenlosen Speicher bereitstellt (Microsoft, offizielle Preisübersicht). Zu den Kernfunktionen zählen die automatische Sicherung von Fotos, die Freigabe von Ordnern sowie die Zusammenarbeit an Office-Dokumenten in Echtzeit.

Der Haken

Wer die 5-GB-Grenze schnell erreicht, steht vor der Wahl: regelmäßig aufräumen oder Geld ausgeben. Microsoft setzt darauf, dass viele Nutzer zu einem kostenpflichtigen Plan greifen (Microsoft, Tarifstruktur).

Integration mit Microsoft 365

OneDrive ist tief in das Microsoft-365-Ökosystem eingebettet. Mit einem Microsoft-365-Abo (Personal oder Family) erhalten Sie 1 TB Speicher pro Person, zusätzlich zu den Desktop-Apps von Office (Microsoft, Tarifübersicht). Die Integration reicht bis in den Windows Explorer hinein: Dateien werden automatisch synchronisiert und als „Dateien on Demand“ nur bei Bedarf heruntergeladen.

Fazit: OneDrive ist mehr als ein simpler Cloud-Speicher – für Windows-Nutzer und Microsoft-365-Abonnenten wird es zum zentralen Dateimanager. Für reine Apple-Nutzer ist iCloud oft die nahtlosere Wahl.

Die tiefe Verzahnung mit Windows macht OneDrive zum idealen Speicher für Microsoft-Nutzer.

Wie greife ich auf OneDrive zu?

  1. OneDrive über den Browser öffnen

    Der schnellste Weg: onedrive.live.com im Browser aufrufen und mit Ihrem Microsoft-Konto anmelden. So sehen Sie alle hochgeladenen Dateien, können sie herunterladen, teilen und in Office Online bearbeiten.

  2. OneDrive-App installieren

    Laden Sie die OneDrive-App aus dem App Store (iOS) oder Google Play (Android) herunter. Die App bietet die gleichen Funktionen wie die Web-Version plus automatische Fotobackups und Offline-Zugriff.

  3. OneDrive in Windows verwenden

    Unter Windows 10 und 11 ist OneDrive vorinstalliert und im Windows Explorer als Ordner sichtbar. Ziehen Sie Dateien einfach per Drag & Drop in den OneDrive-Ordner, und sie werden automatisch synchronisiert.

  4. Wo finde ich meine OneDrive-Dateien?

    Die lokalen OneDrive-Dateien liegen standardmäßig unter %USERPROFILE%\OneDrive. Sie können den Ordner über die Einstellungen der OneDrive-App anpassen. Tipp: Aktivieren Sie „Dateien auf Abruf“ – dann belegt der Ordner nur dann Speicher, wenn Sie eine Datei tatsächlich öffnen.

Fazit: Für Windows-Nutzer ist der Zugriff denkbar einfach – Browser, App oder Explorer reichen. Mac-Nutzer müssen die App installieren, dann funktioniert es aber ähnlich reibungslos.

Der Zugriff ist plattformübergreifend gut gelöst, die beste Erfahrung bietet aber Windows.

Ist OneDrive kostenlos?

Ja, OneDrive bietet einen kostenlosen Tarif mit 5 GB Speicherplatz. Das ist derselbe Wert, den auch Apple iCloud beim Anlegen eines Accounts automatisch gewährt (Apple Support, iCloud-Tarife). Für die meisten Gelegenheitsnutzer reicht das für Dokumente, aber nicht für große Foto-Sammlungen.

Bezahlte Pläne und Preise

Microsoft bietet folgende Optionen (Stand 2025):

  • OneDrive 100 GB: 1,99 €/Monat
  • Microsoft 365 Personal: 1 TB Speicher + Office-Apps für 6,99 €/Monat
  • Microsoft 365 Family: bis zu 6 TB Speicher (je 1 TB für 6 Personen) für 9,99 €/Monat

OneDrive für Business

Unternehmen nutzen OneDrive for Business als Teil von Microsoft 365 Business oder Office 365. Es bietet erweiterte Sicherheits-, Compliance- und Verwaltungsfunktionen (Microsoft Learn, Sicherheitsübersicht). Der Speicherplatz beträgt in der Regel 1 TB pro Benutzer, kann aber erhöht werden.

Fazit: OneDrive ist kostenlos startbar, aber der Speicher ist knapp. Wer mehr braucht, kommt um ein Abo kaum herum – Microsoft 365 ist dabei das beste Preis-Leistungs-Paket gegenüber reinen Speicher-Upgrades.
Warum das wichtig ist

Für Familien lohnt sich das Family-Abo: 6 TB Gesamtspeicher plus Office für alle – das schafft kein anderer Cloud-Anbieter in dieser Form (Microsoft, Tarifvergleich).

Das Family-Abo ist besonders für Haushalte mit mehreren Nutzern eine kosteneffiziente Lösung.

Was sind die Nachteile von OneDrive?

So praktisch OneDrive auch ist – es gibt Schattenseiten. Die folgende Gegenüberstellung zeigt die wichtigsten Vor- und Nachteile aus Anwendersicht.

Vorteile

  • Tiefe Windows- und Office-Integration
  • Automatische Synchronisation und Dateiversionierung
  • Ransomware-Erkennung im Microsoft-365-Abo (NAKIVO, Sicherheitsblog)
  • Freigabelinks mit Ablaufdatum und Berechtigungen (Mimecast, Sicherheitsanalyse)

Nachteile

  • Nur 5 GB kostenlos – schnell voll
  • Datenschutzbedenken (US-Server, mögliche Zugriffe durch US-Behörden)
  • Synchronisationskonflikte bei gleichzeitiger Bearbeitung
  • Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Dateien (im Gegensatz zu iCloud für bestimmte Daten)
  • Langsame Geschwindigkeiten bei großen Uploads berichtet

Datenschutzbedenken

OneDrive speichert Daten auf US-amerikanischen Servern. Das unterliegt dem US-amerikanischen Datenschutzrecht (z. B. Patriot Act). Für europäische Nutzer kann das ein Problem sein – insbesondere nach dem Schrems-II-Urteil. Microsoft betont, dass Daten im Organisationstenant bleiben können (Microsoft Learn, Datenschutz), aber eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet OneDrive nicht.

Synchronisationsprobleme und Geschwindigkeit

Nutzer berichten gelegentlich von Sync-Konflikten, wenn mehrere Personen dieselbe Datei gleichzeitig bearbeiten. Auch die Upload-Geschwindigkeit kann bei vielen kleinen Dateien nachlassen. Microsoft empfiehlt die Verwendung des Support-Tools zur Problembehebung.

Was zu beachten ist

Wer sensible Daten speichert, sollte sich nicht allein auf OneDrive verlassen. Eine zusätzliche Verschlüsselung mit Tools wie Cryptomator oder die Nutzung von Vault-Funktionen ist empfehlenswert.

Die Abwägung zwischen Komfort und Datenschutz bleibt die größte Herausforderung für Nutzer sensibler Daten.

Welcher ist sicherer, iCloud oder OneDrive?

Ein direkter Sicherheitsvergleich zwischen OneDrive und iCloud (Test: OneDrive vs iCloud: Vor- und Nachteile, kostenlos, Sicherheit) zeigt: Beide Dienste schützen Daten gut, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.

Kriterium OneDrive iCloud
Kostenloser Speicher 5 GB (Microsoft, Preise) 5 GB (Apple Support, iCloud-Tarife)
Verschlüsselung Übertragung TLS 1.2+ (Microsoft Support, Sicherheit) TLS (Apple Support, Datensicherheit)
Verschlüsselung Ruhezustand AES-256 (Mimecast, Sicherheitsbericht) AES-256 (Apple Support, Datensicherheit)
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Nicht standardmäßig (nur für bestimmte Daten in Vault) Ja, für iCloud-Schlüsselbund, Gesundheit, Zahlungsdaten (Apple Support, iCloud-Datensicherheit)
Zwei-Faktor-Authentifizierung Verfügbar (Microsoft Support, 2FA) Verfügbar (Apple-ID 2FA)
Datenschutzpositionierung Weniger stark betont; abhängig von Microsoft 365-Sicherheitsfeatures Stark auf Datenschutz ausgerichtet (Apple Legal, Datenschutz)

Verschlüsselung bei OneDrive

Microsoft setzt auf Verschlüsselung während der Übertragung (TLS) und im Ruhezustand (AES-256) (NAKIVO, Details zur Verschlüsselung). Zusätzlich gibt es eine Ransomware-Erkennung für Microsoft-365-Abonnenten. Allerdings fehlt eine durchgängige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – Microsoft hat Zugriff auf die Entschlüsselungsschlüssel. Wenn Sie mehr über die Funktionen, Kosten und die Sicherheit von OneDrive erfahren möchten, finden Sie hier weitere Details zu den $Sage Business Cloud Accounting Preise.

Verschlüsselung bei iCloud

Apple bietet für sensible Daten wie Passwörter, Gesundheitsdaten und Zahlungsinformationen eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an (Apple Support, iCloud-Datensicherheit). iCloud-Nutzer profitieren zudem von Apples klarem Fokus auf Privatsphäre – die Werbeerkennung ist deaktiviert, und Daten werden nicht für KI-Training genutzt.

Datenschutzrichtlinien im Vergleich

Microsoft betont auf seiner Learn-Seite, dass OneDrive-Daten innerhalb des Organisationstenants bleiben können – für Unternehmen ein wichtiges Argument. Apple hingegen positioniert iCloud als stärker auf Datenschutz ausgerichtet, mit privacy-preserving security (Apple Support, Datensicherheit).

Wird OneDrive eingestellt?

Nein, OneDrive wird nicht eingestellt. Microsoft investiert weiter in den Dienst, unter anderem mit KI-Funktionen (Copilot) und verbesserter Sicherheit (Microsoft, Weiterentwicklung).

Fazit: Beide Dienste sind sicher. Wer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Daten will, greift zu iCloud. Wer auf Office-Integration und Windows-Komfort setzt, fährt mit OneDrive besser. Der Datenschutz-Unterschied ist vor allem für sicherheitsbewusste Nutzer in Europa relevant.
Das Paradox

OneDrive bietet mehr Flexibilität und Plattformvielfalt, iCloud punktet mit strikter Privatsphäre. Der Spagat zwischen Komfort und Kontrolle bleibt – jeder Nutzer muss selbst entscheiden, wo seine Prioritäten liegen.

Die Wahl hängt letztlich vom bevorzugten Ökosystem und den individuellen Sicherheitsanforderungen ab.

Bestätigte Fakten und Unklarheiten

Bestätigte Fakten

  • OneDrive wird nicht eingestellt; Microsoft investiert weiter (Microsoft, Strategie)
  • 5 GB kostenloser Speicherplatz (Microsoft, Preise)
  • OneDrive ist in Windows integriert (Microsoft Support, Integration)

Was unklar ist

  • Zukünftige Änderungen der Datenschutzpolitik
  • Preise nach 2025
  • Auswirkungen der KI-Integration auf den Datenschutz

„OneDrive ist Teil der Microsoft-365-Welt und bietet eine nahtlose Synchronisation für Windows-Nutzer.“

– Microsoft (offizielle Produktbeschreibung)

„Die Geschichte von OneDrive begann 2007 unter dem Namen SkyDrive, bevor Microsoft nach einem Rechtsstreit 2014 den Namen änderte.“

– Wikipedia (Artikel zu OneDrive)

„Bei Synchronisationsproblemen hilft das Support-Tool von Microsoft, Konflikte zu erkennen und zu beheben.“

– Microsoft Support (Fehlerbehebung)

Unterm Strich: OneDrive ist ein leistungsstarker Cloud-Dienst, der besonders in Microsoft-Umgebungen seine Stärken ausspielt. Die größte Hürde sind der knappe Gratisspeicher und die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Für Windows- und Office-Nutzer, die mit einem Abo leben können, ist OneDrive die nahtloseste Lösung. Für Apple-Puristen und absolute Datenschutz-Fans bleibt iCloud die klarere Wahl. Die Entscheidung hängt davon ab, welches Ökosystem Sie bevorzugen – und wie viel Privatsphäre Ihnen ein Cloud-Anbieter bieten muss.

Eine detaillierte Analyse der Sicherheit und der Kosten bietet der OneDrive Cloud-Speicher im Test.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich OneDrive auf dem Mac nutzen?

Ja, Microsoft bietet eine OneDrive-App für macOS an. Sie können sie aus dem App Store herunterladen und Ihre Dateien synchronisieren.

Wie sicher sind meine Dateien auf OneDrive?

OneDrive verschlüsselt Daten während der Übertragung (TLS) und im Ruhezustand (AES-256). Zwei-Faktor-Authentifizierung ist verfügbar. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Dateien gibt es nicht.

Wie kann ich OneDrive-Speicher erweitern?

Sie können entweder ein Upgrade auf einen kostenpflichtigen Plan durchführen (z. B. OneDrive 100 GB für 1,99 €/Monat) oder ein Microsoft-365-Abo abschließen, das 1 TB Speicher pro Person enthält.

Was passiert mit OneDrive, wenn mein Microsoft-365-Abo abläuft?

Ihre Dateien bleiben erhalten, aber Sie können keine neuen mehr hochladen, sobald der Speicherplatz überschritten ist. Nach einer Karenzzeit von etwa 30 Tagen werden die Daten auf den kostenlosen Speicher reduziert.

Kann ich OneDrive ohne Internet nutzen?

Ja, über die Funktion „Dateien auf Abruf“ können Sie festlegen, welche Dateien lokal gespeichert werden. Diese sind dann offline verfügbar und werden bei Internetverbindung synchronisiert.

Wie teile ich einen OneDrive-Ordner?

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, wählen Sie „Teilen“ und legen Sie Berechtigungen und ein optionales Ablaufdatum für den Freigabelink fest.

Unterscheidet sich OneDrive für Business von der persönlichen Version?

Ja, OneDrive for Business bietet zusätzliche Verwaltungs-, Sicherheits- und Compliance-Funktionen, die für Unternehmen relevant sind. Der Speicher beträgt in der Regel 1 TB pro Benutzer.



George Thomas Thompson Bennett

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