
smart Automarke: Elektroautos, Modelle & Geschichte
Kaum eine Automarke hat so oft das Kapitel gewechselt wie smart. Was 1994 als Zwitter aus Swatch-Utopie und Daimler-Engineering begann, wurde erst zum Stadtflitzer, dann zum Elektro-Pionier – und steht nun mit dem Joint Venture zu Geely vor einem erneuten Neuanfang. Dieser Artikel verfolgt die Geschichte von den ersten Studien 1994 bis zum aktuellen Modell #1.
Gründung: 1994 · Eigentümer: Mercedes-Benz AG / Geely (50:50) · Hauptmodell: smart #1 · Fokus: Elektroautos · Ursprungssitz: Deutschland
Kurzüberblick
- Konkrete Pläne für Concept #2 und weitere Modelle nach #1 und #3
- Aktuelle Verkaufszahlen und Marktanteile in Europa
- Zukünftige Produktionsstrategie für europäische Märkte
- 1994: MCC-Gründung und erste Studien
- 2007: Erster Elektro-Smart ED1 als Flottenversuch
- 2019: Vollständiger Umstieg auf Elektro
- 2022: Vorstellung smart #1
- Ausbau der Elektromodellpalette mit weiteren Crossover-Modellen
- Wettbewerb im kompakten Elektro-SUV-Segment gegen Kia, Hyundai und MG
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gründungsjahr | 1994 |
| Aktueller Eigentümer | Mercedes-Benz AG und Geely |
| Bekannte Modelle | fortwo, forfour, #1 |
| Fokus seit 2020 | Nur Elektroautos |
Was ist mit SMART gemeint?
Das Akronym SMART steht für ein Zielsetzungskonzept, das in Management und Selbstorganisation weit verbreitet ist. Jeder Buchstabe repräsentiert ein Kriterium für effektive Ziele.
SMART als Methode für Ziele
Die SMART-Methode wurde im Orghandbuch dokumentiert und definiert fünf Anforderungen an gut formulierte Ziele: Specific (Spezifisch), Measurable (Messbar), Achievable (Erreichbar), Relevant (Relevant) und Time-bound (Zeitgebunden). Diese Kriterien helfen dabei, vage Vorsätze in konkrete, umsetzbare Pläne zu überführen.
SMART im Alltag
Im beruflichen Kontext wird SMART häufig für Projektziele und Jahresziele eingesetzt. Für Privatpersonen eignet sich die Methode besonders bei der Planung von Sparzielen, Fitness-Vorsätzen oder Karriere-Schritten.
Ein Ziel wie „Ich will fitter werden” erfüllt die SMART-Kriterien nicht. Präzisiert auf „Ich laufe drei Mal pro Woche 30 Minuten im Park” wird es messbar, zeitgebunden und damit umsetzbar.
Was bedeutet eigentlich „smart”?
Das Wort „smart” ist ein englischer Lehnwort, das im modernen Deutsch verschiedene Bedeutungen angenommen hat. Die Verwendung als Adjektiv hat sich in der Alltagssprache fest etabliert.
Übersetzung ins Deutsche
„Smart” lässt sich mit „clever”, „gewitzt” oder „schlau” übersetzen. Im deutschen Sprachgebrauch hat sich jedoch die Verwendung des englischen Originals als Adjektiv durchgesetzt, besonders inmodebewussten und technikaffinen Kontexten.
Etymologie und Synonyme
Das englische Adjektiv „smart” stammt vom altenglischen „smerte” ab und bedeutet wörtlich „schmerzend” oder „stechend”. Die übertragene Bedeutung von „klug” entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert. Synonyme im Deutschen umfassen: intelligent, raffiniert, clever und finds.
Was heißt das englische Wort “smart” auf Deutsch?
Die Übersetzung von „smart” ins Deutsche hängt stark vom Kontext ab. In der Jugendsprache und Modebranche wird das Wort oft unübersetzt verwendet.
Bedeutungen von smart
Als Adjektiv beschreibt „smart” jemanden oder etwas, das durch Intelligenz, Stilbewusstsein oder Raffinesse auffällt. Im Amerikanischen Englisch kann es zusätzlich „elegant” oder „gut angezogen” bedeuten. In der Umgangssprache hat sich die Phrase „du bist smart” als Kompliment für kluge Menschen eingebürgert.
Die Schreibung „smart” mit kleinem „s” ist im Deutschen korrekt und entspricht der Duden-Norm für englische Lehnwörter.
Tricky translations
Die größte Übersetzungsfalle liegt darin, „smart” nicht automatisch mit „smartphone” oder „smart home” gleichzusetzen. In diesen Komposita fungiert „smart” als eigenständiges Wort mit der Bedeutung „intelligent vernetzt” – ein technischer Begriff, der sich von der allgemeinen Bedeutung unterscheidet.
Was ist die smart Automarke?
Die Automarke smart verbindet auf einzigartige Weise eine ungewöhnliche Gründungsgeschichte mit dem Anspruch, die Mobilität in Städten zu revolutionieren. Der Name selbst verrät die Wurzeln: Ein Akronym aus Swatch, Mercedes und Art (Focus).
Geschichte und Gründung
Am 4. März 1994 stellte Micro Compact Car (MCC) die ersten Studien vor: den Eco-Speedster mit Ottomotor und den Eco-Sprinter als Elektroprototypen (Generation Strom). Nicolas Hayek, der Initiator des Swatchmobil-Konzepts, wollte ursprünglich ein Elektroauto mit Radmotoren verwirklichen (Focus). Die Ursprünge der smart-Idee reichen sogar bis 1972 zurück, als Daimler-Benz erste Konzepte für ein kompaktes Stadtauto entwickelte (smart.com).
Die Idee eines kompakten Elektro-Stadtautos stammte aus der Abschlussarbeit von Johann Tomforde aus dem Jahr 1969 (Generation Strom). Nach der Trennung von Swatch Group übernahm Daimler-Benz 1998 die alleinige Kontrolle. Das erste Serienmodell, der smart fortwo (City-Coupé, Baureihe 450), erschien 1998 (ADAC). Im Februar 2008 wurde der fortwo dann auch in den USA ausgeliefert, begünstigt durch hohe Benzinpreise (Wikipedia).
Aktuelle Modelle
Seit 2020 gehört smart einem 50:50 Joint Venture zwischen Mercedes-Benz AG und Geely (Wikipedia). Die Produktion von smart #1 und #3 erfolgt in China auf der Geely SEA-Plattform (Focus). smart plante weitere Modelle nach dem #1 (ADAC).
Der Sprung vom 2,50 Meter langen Original-fortwo zum 4,27-4,30 Meter langen #1 zeigt: smart hat die Stadtflucht aufgegeben und jagt nun das Crossover-Segment an.
Welche smart Modelle gibt es?
Die Modellpalette von smart hat sich über die Jahre grundlegend gewandelt – vom Kleinstwagen zum reinen Elektroautobauer mit Crossover-Fokus.
smart fortwo
Der fortwo ist das ikonische Erstmodell von smart. Von 2006 bis 2007 wurden in London bereits 100 Elektro-fortwo im Testbetrieb eingesetzt (Wikipedia Smart EQ). Der fortwo Electric Drive (ED1) wurde ab 2007 als Kleinserie für Flottenversuche eingesetzt, mit einem 30 kW starken Motor und etwa 100 km/h Höchstgeschwindigkeit (Wikipedia Smart EQ). Die Elektroversion ED2 aus 2007 nutzte eine Lithium-Ionen-Batterie von Tesla mit 16,5 kWh – 2.000 Einheiten wurden für Feldversuche produziert (Generation Strom). Von Ende 2012 bis Mitte 2015 war der fortwo ED3 mit 17,6 kWh Akku und 140 km Reichweite erhältlich, mit einem Basispreis von etwa 19.000 Euro (Wikipedia). Im März 2017 startete die Elektroversion der dritten Generation (Baureihe 453, ED4) (Wikipedia).
Von 2012 bis 2023 war smart das einzige Elektro-Cabrio auf dem Markt (Wikipedia Smart EQ). Die cabrio-Version des fortwo bleibt damit ein Alleinstellungsmerkmal in der Elektroauto-Landschaft.
smart #1 und #3
Der smart #1, ein batterieelektrisches Crossover-SUV, wurde 2022 vorgestellt und basiert auf der Geely SEA-Plattform (ADAC). Der smart #3 basiert ebenfalls auf dieser Plattform (Forbes). Beide Modelle positionieren sich im wachsenden Segment der kompakten elektrischen Crossover-Fahrzeuge.
Preise und Elektroversionen
Die Plattform für fortwo und forfour (Baureihe 453) wurde mit Renault geteilt – Renault lieferte auch die Antriebe (Wikipedia Smart EQ). Der smart forfour der zweiten Generation kam im November 2014 auf Basis des Renault Twingo auf den Markt (Wikipedia). Dieser wurde Ende 2021 eingestellt (Wikipedia).
Die Modellübersicht zeigt die Entwicklung vom Zweizylinder-Kleinstwagen bis zum modernen Crossover-Portfolio:
| Modell | Marktstart | Antrieb | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| smart fortwo (450) | 1998 | Benzin/Diesel | Erstes Serienmodell, 2,50 m Länge |
| smart fortwo ED3 | 2012 | Elektro | 17,6 kWh, 140 km Reichweite |
| smart fortwo ED4 | März 2017 | Elektro | Dritte Generation |
| smart forfour (453) | November 2014 | Benzin/Elektro | Basierend auf Renault Twingo |
| smart #1 | 2022 | Elektro | Crossover-SUV, 4,27-4,30 m |
| smart #3 | 2023 | Elektro | Crossover-Coupé |
Im März 2018 kündigte smart den vollständigen Umstieg auf Elektroantrieb an (Elektroauto-News). 2019 stellte smart als erste konventionelle Automarke komplett auf Elektroantrieb um (Forbes). Ab 2018 wurde smart EQ als Submarke für reine Elektrofahrzeuge eingeführt, mit dem Slogan „Electric Intelligence” (Wikipedia Smart EQ).
Zeitleiste: Die Entwicklung der smart Automarke
Fünf Jahrzehnte prägen die Geschichte von smart – vom Daimler-Konzept 1972 bis zum China-Joint Venture 2020.
- 1972: Erste Daimler-Benz Konzepte für kompaktes Stadtauto (smart.com)
- 1969: Abschlussarbeit von Johann Tomforde mit Elektro-Stadtauto-Idee (Generation Strom)
- 04.03.1994: Gründung Micro Compact Car, erste Studien (
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